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Expressionismus

Geschichte der Stilrichtung "Expressionismus"

Um 1905/06 entwickelte sich in Literatur und bildender Kunst eine Stilrichtung, welche die ästhetische, appellative und sachliche Ebene zugunsten der expressiven zurücktreten ließ – der Expressionismus. Während sich der Impressionalismus mit der Darstellung der äußeren Erscheinung sowie der Förderung von Empfindsamkeit für Nuancen und kleinste Impressionen von Gegenständen befasste war der Expressionismus durch eine subjektive Ausdruckssteigerung in der Wahl bildkünstlerischer und sprachlicher Mittel gekennzeichnet. Die expressionistischen Künstler versuchten, ihre individuelle Interpretation und Wahrnehmung der Dinge auszudrücken anstatt Formen und Eindrücke wirklichkeitsnah darzustellen.

Insbesondere in Deutschland entwickelte sich diese Stilrichtung rasant und fand Ihren Ausdruck in Künstlervereinigungen wie „Die Brücke" (Dresden, 1905-1913) die neben anderen aus den Künstlern Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff und Bleyl bestand und „Der blaue Reiter". Dieser 1911 von Wassily Kandinsky und Franz Marc gegründeten Künstlergemeinschaft gehörten später auch August Macke, Paul Klee und Künstler wie August Macke, Paul Klee und Franz Marc an. Ziel dieser Gruppe war es, die bisherigen Grenzen des künstlerischen Ausdrucksvermögens zu erweitern; auf diese Weise wurde die Grundlage der abstrakten Malerei geschaffen.

Im Gegensatz zum Impressionismus, erstrebte der Expressionismus eine Kunst des seelischen Ausdrucks an, die als Merkmale kräftige Konturen, Ausdruckskraft der Linien und eine abstrahierende Vereinfachung des Gegenständlichen aufweist. Der Protest gegen die bestehende Ordnung war im Expressionismus, eigene Regungen und „durchfühlte" Motive darzustellen und nicht die wirklichkeitsgetreue Wiedergabe von Eindrücken und Formen. Überkommende künstlerische Formen wurden aus den stilistischen Mitteln nahezu verbannt („Formzertrümmerung"). Daher stand der Expressionismus wie der Impressionismus ebenfalls in direkter Opposition zum Naturalismus, der den Menschen als Produkt seiner Vererbung und des Milieus darstellte.

Stilistische Mittel der Expressionisten waren scharf abgetrennte Formen, welche als große und leuchtende, häufig ungemischter Farbflächen einander gegenüberstanden. Bevorzugte Themen der expressionistischen Künstler waren beispielsweise die Widersprüche des Lebens, Kriege und politische Revolutionen sowie die sozialen Abgründe und Leiden der Gesellschaft. Die letzte große Ausstellung der Expressionisten fand 1913 in Berlin statt, bevor der erste Weltkrieg und der Dadaismus dieser Bewegung ein Ende setzten. Im dritten Reich wurde der deutsche Expressionismus zur entarteten Kunst erklärt.

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